Wartung und Pflege von Oldtimern


Wartung und Pflege ist eine Grundvoraussetzung für eine langlebige Gebrauchsfähigkeit eines Produktes. Oder wie die Techniker sagen, mit einer hohen Standzeit verbunden. Viele moderne Produkte sind aus diesem Kreislauf aus Anschaffung und langer Nutzzeit / hohen Nutzwert verschwunden. Der hohe Automatisierungsgrad der Monopol - Industrie schafft Produkte, die schnell gekauft werden und auch schnell wieder entsorgt werden sollen. Wartung ist zu teuer und zu aufwendig. So hat sich diese Praxis von Wartung und Pflege fast nur noch bei wenigen und teilweise nicht alltagsrelevanten Produkten erhalten. Oldtimer bzw. mobile Klassiker gehören eindeutig dazu.

 

Deshalb sei hiermit darauf hingewiesen. Fahren Sie Ihren Klassiker nicht auf Verschleißgrenzen. Der jährliche Motorenölwechsel gehört beispielsweise dazu. Wer das vom Hersteller vorgeschriebene Öl ohne Reinigungs- und Schmutztrage - Additive in seinem Oldtimermotor einfüllt, muss wissen, dass bei Nichtbeachtung oder Vernachlässigung der Wechselvorschriften Schäden entstehen können, die für negative "Standzeiten"  des automobilen Schätzchens sorgen. Und für ein sechzig Jahre altes Fahrzeug gibt es nicht an jeder Ecke einen Ersatzteilprofi der mal schnell neue Kolben und Zylinder parat hält. Wer gar das falsche Öl einfüllt, kommt unter Umständen noch ein wenig früher in den zweifelhaften Genuß des Passivfahrens. Ganz Verzweifelte legen eine CD mit Motorgeräuschen in den Player und sitzen mit feuchten Augen am Steuer Ihres Oldtimers, unter dem bereits dicke Wollmäuse um zarte Unkrautsprossen tanzen.

 

Ein ebenfalls wichtiger Wartungspunkt sind die oftmals vielfältigen Schmierpunkte am klassischen Automobil. Sie sind oft so umfangreich, dass die Hersteller hierzu einen gesonderten Abschmierplan, oft in Verbindung mit einer dreidimensonalen Zeichnung oder Darstellung an Servicepartner und Kunden ausgegeben haben. Diese sind auch mit unterschiedlichen Zeiten für die Schmierung versehen. Manches muss nach 20.000 Kilometern, Anderes nach 5.000 oder gar 2.000 Kilometern geschmiert werden. Mal ist es ein Spezialfett, an anderer Stelle sind es ein paar Tropfen Nähmaschinenöl. Da ist es gar nicht so leicht, die Übersicht zu behalten.

 

Also liebe Oldtimer - Novizen: Bitte beim Klassik - Mobil nicht nur das moderne MP3 - Gerät hinter der Armaturenabdeckung programieren, sondern auch mal in die Betriebsanleitung schauen. Diese ist wirklich nicht mit der eines modernen Autos vergleichbar. In diesen Anleitungen wird eigentlich nur noch die Bedienung von Klimaautomatik, ESP - Abschaltung, automatischer Türverriegelung oder Menüführungen des Navigationsystems erläutert. Wo das Ersatzrad steckt, wenn überhaupt vorhanden, weiß der Lenker moderner Autos dann oft nicht.. Gut nur, dass der ja in der Regel sein Mobiltelefon dabei hat, um für diese und andere "wichtige" Informationen die Werkstatt anzurufen (;-D).

 

Der Oldtimerfahrer sollte auf jeden Fall gewappnet sein und der Technik seines besten Stückes die gebotene Aufmerksamkeit für die Ausführungen von Wartung und Pflege widmen !

 

Oder er kommt zu uns !!!

(Ups ! Da ist doch tatsächlich ein wenig Eigenwerbung in die PC - Tastatur getropft ........Tja, geht leider nicht mehr raus.)